Geschichte Spielmannszug
Im Hollenstedter Schützenverein stand 1952 das 75jährige Jubiläumsfest bevor. Da wurde im Vorstand die Idee geboren, das hierfür die Gründung eines Spielmannszuges der richtige Zeitpunkt wäre. Massgeblich traten Wilhelm Kück, Wilhelm Heins, Heinrich Meyer (Appel) und besonders Otto Peters dafür ein. So wurde im Rahmen des Schützenballes 1952 durch eine Tombola der finanzielle Grundstock für die Anschaffung der Instrumente gelegt. Nach kurzer Zeit hatten sich auch einige junge Männer gefunden, um den Übungsbetrieb aufzunehmen. Dazu gehörten: Wilhelm Lange, Wilhelm Thiemann, Wilhelm Albers, Helmut Holst, Günter Lemme, Hermann Warnke, Otto-Karl Baumann, Werner Ottens, Günther Wiechern. Als Übungsleiter wurde der Tostedter Tombourmajor Hans Frantzke gewonnen. Es fehlte nur noch ein Tambourmajor für die Hollenstedter Spielleute. Von Seiten des Schützenvorstandes wurde Heinrich Meyer (Appelmeyer) beauftragt, Herrn Arthur Stehr in Appel aufzusuchen und ihn zu fragen, ob er diese Tätigkeit ausüben möchte. Dieses Vorhaben gelang und so konnte der Spielmannszug auf dem Jubiläumsschützenfest antreten. Aber bevor dieses Fest begann, fand vier Wochen vorher noch das Moisburger Schützenfest statt. Da auch dieser Verein noch keinen Spielmannszug hatte, wurden die Hollenstedter Spielleute kurzerhand bestellt. So ist heute festzustellen, das der erste Auftritt des Zuges in Moisburg stattfand. Schwierig war es auch in den Anfangsjahren, einen geeigneten Übungsraum zu finden. Aber Otto Peters, als Förderer des Zuges, stellte seine betrieblichen Räume in der Sägerei zur Verfügung. Bis 1963 wurden so im Kesselhaus die Musikstücke eingeübt. Ab und zu soll der Hausherr auch eine Kiste Bier spendiert haben, wie die Gründungsmitglieder berichteten. Im Laufe der ersten Jahre kamen einige neue Spielleute hinzu wie Hans-Hermann Wille, Werner Brehm, Helmut Winkelmann, Hans-Peter Strubenhoff, Heinrich Pape, Joachim Strubenhoff, Hermann Meyer-Röver, Karl Röhrs und unser ältestes noch aktives Mitglied Wilhelm Cohrs. Auf Vorschlag des Schützenkameraden Ritscher wurde der Tambourmajor zu den Vorstandssitzungen eingeladen. Um die Interessen des Zuges im Verein besser vertreten zu können, wurde der Tambourmajor, damals Wilhelm Thiemann, in den Vorstand aufgenommen, dem er bis zu seinem Tod im Jahr 1966 angehörte. Als Ersatz für ihn wurde dann keinem Spielmann, sondern einem anderen Schützenbruder dieser Vorstandsposten übertragen. 1977 wurden Wilhelm Cohrs und 1979 Hans-Jürgen Cohrs als Vertreter in Schützenereins-Vorstand gewählt. Bei der nun folgenden Generation, die von Wilhelm Thiemann und Werner Ottens ”rekrutiert” wurde, handelte es sich um Hans-Hermann Fischer, Günther Bruckhorst, Heinz Lange, Heinz Meyer- Hoppe, Peter Meyer-Wenk, Hans-Jügen Cohrs, Reinhard Pape, Wolfgang Heins, Erwin Holert, Hans-Jürgen Albers und Werner Voigt. Weiterhin kamen in den folgenden Jahren Klaus Harland, Wilhelm Lange, Bodo Peper, Bernd Müller, Manfred Laaser, Hans-Peter Backes, Hans-Heiner Prahm, Gerhard Schäfer, Otto Sternberg, Hans-Peter Rampold, Uwe Rampold, Claus-Wilhelm Ritscher und Jürgen Hustedt hinzu. Nachdem im Jahre 1966 der amtierende Tambourmajor Wilhelm Thiemann verstarb, übernahm bis Februar 1967 Günther Wiechern den Tambourstab. Ab der Generalversammlung am 9. Februar 1967 wurde Hans-Jürgen Cohrs mit der Mehrheit der anwesenden Spielleute zum neuen Tambourmajor gewählt. Hans-Jürgen Cohrs hatte dieses Amt über dreißig Jahre inne und hat sich dabei sehr große Anerkennung und Verdienste erworben. Eine weitere Generation wird vertreten durch die Spielleute Wilhelm Tödter, Bernd Schillalies, Gerd-Dieter Ritscher, Gerd Hauschild, Karsten Lange, Peter Thiemann, Wilhelm Busch und Reinhard Popp. Einen sehr aktiven Jahrgang stellten auch die Spielleute Gunter Adams, Bernd Cohrs, Jens Lefers, Frank Ottens, Jürgen Pape, Ralf Pape, Andreas Segebarth, Kai Appelt, Rainer Cassens und Uwe Peters. Zu den ersten Jahren sollte noch erwähnt werden, daß unser Übungsleiter Hans Franzke aus Tostedt einige Jahre die von Ihm ausgebildeten Züge (das waren Tostedt, Todtglüsingen, Kampen, Otter, Heidenau, Hollenstedt und Ovelgönne) zu den jeweiligen Schützenfesten Sonntags zusammentrommelte. Das waren dann bis zu 100 Spielleute. Als 1978 unser Ausbilder Hans Franzke verstarb, hinterließ er auch bei uns eine Lücke die nur schwer zu schließen war. Es gab auch viele Freunde des Spielmansszuges: so hat zum Beispiel Walter Laaser unkompliziert Schiffchen für den ganzen Zug bezahlt, ohne daß dieses besonders im Verein erwähnung fand. Es gab auch andere großzügige Spender. So hat 1968 zum Schützenfest die Frau des Königs, “Irmgard vom Feenteich”, eine neue Lyra gestiftet. Dazu ist zu erwähnen, daß die vorhandene zufälligerweise am gleichen Tag während des Ummarsches aus “Altersschwäche” am Fuß auseinanderbrach und dadurch das neue Instrument von Hans-Hermann Fischer gleich eingeweiht werden konnte. An dieser Stelle sollen auch die vielen anderen kleinen und großen Spender einmal erwähnt werden. Soweit noch nachvollziehbar: Otto Thiele einen Tambourstab, Günter Kaczenski eine Trommel, Gerd Thiele ein Paar Becken, Helmut Lege, Wolfgang Dohse und Erwin Blank den Schellenbaum, Herbert Brockmann einen Tamborstab, Heinz-Meyer Hoppe eine Lyra, aus den Reihen der Vizekönige eine große Trommel. Unvergessen auch die großzügigen Unterstützungen durch unser Boxidol Max Schmeling und weiterer Förderer. In den vergangenen sechzig Jahren gab es seitens des Spielmannszuges eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Unternehmungen. Zu den herausragenden gehören ohne Zweifel: 25jährige Jubiläum 1977 Berlinfahrt 1980 Schwarzwaldfahrt 1988 Berlinfahrt 1990 40jährige Jubiläum 1992 Münchenfahrt 1993 New York -Steubenparade-1997 50jährige Jubiläum 2002 Oktoberfest München 2003 Bruckmühl 2006 Tag der Niedersachsen Winsen (Luhe) 2008 Eröffnungsfeier Weltmeisterschaft "Martial Arts" 2008 Bruckmühl 2009 New York Steubenparade 2017 Oktoberfest Central Park 2017 Ompah Fest Log Island 2017 und natürlich die Schützenfeste von Hollenstedt und Rade